Parkinsongruppe
Freiberg
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  • Einige Bildeindrücke unserer Reise

Visite in der Parkinson-Waldklinik Bernburg

Am 20.6.2016 war es soweit:

Unsere Selbsthilfegruppe Freiberg war zu einer Visite der Waldklinik Bernburg eingeladen.

 

Die Waldklinik ist ein uns in Freiberg naheliegendes Parkinson-Krankenhaus.

Dies konnten wir nun kennenlernen und uns erforderlichenfalls bei Einweisung seitens eines behandelnden Neurologen darauf einstellen.

Da die Reise mit ca. 12 Stunden Gesamtdauer recht strapaziös war, konnte nur ein stabiler Teil der SHG-Mitglieder dies wahrnehmen.

So machten sich 15 SHG-Mitglieder und 2 Noch-Nicht-Mitglieder per Bus auf den Weg.

13 Uhr sollten wir empfangen werden, so dass wir eine nahe gelegene Imbissgaststätte am Ufer der Saale mit wunderbarem Blick auf die Bernburger Altstadt und bei herrlichstem Sonnenschein zum Mittagessen nutzen konnten.

Ein kurzer Spaziergang vom Parkplatz des Busses dorthin war nach der langen Reise sehr willkommen.

Einfaches, doch wohlschmeckendes Imbiss-Mittagessen und gute Gespräche ließen uns schnell näherkommen, zumal relativ viele neue SHG-Mitglieder an dieser Visitation teilnahmen.

Einige Rollatornutzer und Gehbehinderte wurden dann mit Kleinbus zur Klinik gebracht, weil die Zufahrt zur Klinik mit Reisebus durch Straßenbauarbeiten vor der Klinik behindert war.

Die anderen kamen nach 20-minütigem Fußweg auch rechtzeitig zur Waldklinik.

 

Die Chefärztin Frau Dr. Gemende empfing uns dort mit einer gastlichen Kaffee- und Getränketafel und stellte uns im Anschluss die Parkinson-Waldklinik mit ihrem Leistungsspektrum und der Personalausstattung vor. Auch ein Vortrag zum Thema "Haut und Parkinson" stand auf dem Programm.

Anschließend kosteten wir eine Tiramisu-Süßspeise, um danach in zwei Gruppen, geführt von 2 Oberärzten, die Einrichtungen der Klinik kennenzulernen. Hierbei erschien die wohltuende ausgeglichene ruhige Atmosphäre für uns motorisch und psychisch beeinträchtigte Parkinsonbetroffene besonders vorteilhaft.

Ein mitreisendes Mitglied der SHG, Herr Herfert, war vor einem Jahr bereits in dieser Waldklinik zur Behandlung und der behandelnde Oberarzt konnte sich von der damals gefundenen guten medikamentösen Einstellung selbst überzeugen.

Wir bedankten uns bei der Chefärztin mit einer gelbblühenden dauerhaften Kalla, die den Patienten der Waldklinik lange Zeit Freude bringen wird und unserem vielstimmigen (logopädischen) Gesang, der Freiberger Parkinson-Hymne, deren wesentlichster Vers lautet:

 

Wir Parkis sind kreuzbrave Leuts,

denn wir müssen nicht verzagen, weil wir uns gemeinsam tragen!

Glück auf! Glück auf!

 

Die Busrückreise verlief bei guten Gesprächen und Gesang zu Gitarrenbegleitung über die Bus-Mikrofon-Lautsprecheranlage kurzweilig.

Es war für alle Beteiligten eine gute und wichtige Erfahrung bei dem täglichen Kampf mit dem Parkinson.

Joachim Wagner